Frankfurt ist eine schöne Stadt. Sie ist wirtschafts- und finanzstark, sie bietet eine unglaubliche Vielfalt an Kulturangeboten, beherbergt Opern und Theater der Spitzenklasse, veranstaltet tolle Feste und Feierlichkeiten, bietet Platz für Spitzensport und Breitensport und verbindet Natur und Metropole, wie kaum eine zweite Stadt in Deutschland und Europa.

Damit dies auch so bleibt, gibt es für mich persönlich klare Vorstellungen der Stadtentwicklung. Besonders die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit, Landwirtschaft, Sport, Ehrenamt, Vereinsleben und das gesellschaftliche Miteinander stehen bei mir im Zentrum.

Deshalb sind meine dezidierten Forderungen und Ideen folgende:

Keine Trabantenstadt auf dem Pfingstberg

Der Pfingstberg und die umliegenden landwirtschaftlichen Flächen sind die Lebensgrundlage für viele Landwirte in Frankfurts Norden. Hier wird Gemüse angebaut, die man direkt beim Erzeuger kaufen kann. Hier findet man Zuckerrübenanbau, dessen Erzeugnisse zur Gewinnung erneuerbarer Energie verwendet werden. Hier wird Getreide angebaut, das zu Mehl verarbeitet wird und später zu wunderbarem Brot wird. Außerdem dienen die Flächen als Naherholungsgebiet für Menschen, die in Wohnortnähe schnell abschalten und entspannen wollen. Nicht zuletzt ist der Pfingstberg eine wichtige Kalt- und Frischluftschneise, die das Klima in der Innenstadt durch Fallwinde aus dem Taunus kommend abkühlt.

Erhalt der landwirtschaftlichen Nutzflächen in Frankfurt

Nicht nur im Frankfurter Norden, auch im Frankfurter Westen, im Frankfurter Osten und im Frankfurter Süden gibt es nach wie vor große landwirtschaftliche Nutzflächen, die bewirtschaftet werden und so auch das Bild von Frankfurt als Stadt, die Metropole und ländlich zugleich sein kann, prägen. Die Frankfurterinnen und Frankfurter sollen auch in Zukunft die sieben Kräuter der grünen Soße direkt beim Erzeuger kaufen können. Sie sollen auch in Zukunft Salat frisch vom Feld bekommen und sie sollen auch in Zukunft wissen können, dass Bio und regional wirklich das Prädikat verdient haben.

Erhalt der Frisch- und Kaltluftschneisen zur Bewahrung eines gesunden Klimas in der Innenstadt

Im Sommer können die Temperaturen in der Frankfurter Innenstadt gerne mal auf deutlich über 30 Grad steigen. Die Innenstadtbezirke sind damit rund drei bis vier Grad wärmer, als die Randbezirke. Um diesen Unterschied nicht noch höher zu machen und die Innenstadt vor dem Hitzekollaps zu bewahren, müssen die Frisch- und Kaltluftschneisen im Frankfurter Norden, Osten und Westen erhalten bleiben. Ein gesundes Stadtklima ist schließlich auch ein Wohlfühlfaktor.

Bewahrung und Förderung der ehrenamtlichen Vereinsstrukturen in Frankfurt

Die Frankfurter Stadtgesellschaft funktioniert gut. Sie funktioniert deshalb gut, weil es eine breite Beteiligung an Ehrenamtsstrukturen gibt. Seien es Ämter und Funktionen in Kirchengemeinden, die Mitarbeit bei einer freiwilligen Feuerwehr oder aber die aktive Mitgliedschaft in einem Verein. Viele tausende Menschen helfen ehrenamtlich und damit unentgeltlich dabei, die Stadt lebendig zu halten. Dies muss bewahrt werden und durch einfache Angebote gefördert werden. Ich setze dabei auf die Möglichkeit von Ehrenamtsabenden, aber auch auf die Vereinfachung des Zugangs zur Ehrenamtscard, um beispielsweise kostengünstiger oder gar kostenlos die Frankfurter Kultur- und Sportangebote zu nutzen.

Aufrechterhaltung Frankfurter Traditionen

Der Wäldchestag, die Dippemess, die Bernemer Kerb, Alt-Sachsenhausen, das Museumsuferfest, das Mainfest, das Radrennen „Rundum den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn“, Stadtteilkerben, der Frankfurter Fassenachtsumzug, Grie Soß‘, Äppelwei, Handkäs‘ mit Mussigg, und vieles mehr. All dies sind Frankfurter Traditionen, die es zu bewahren gilt. Ob man gewisse Dinge schützen muss oder aber für deren Erhalt eintritt, wichtig ist nur, dass auch in Zukunft der Leitsatz von Friedrich Stolze gilt: „Un es will merr net in de Kopp enei, wie kann norr en Mensch net von Frankfurt sei“

Förderung des Breitensports in Frankfurt

Der Spitzensport hat in Frankfurt seit jeher seinen Platz. Ob im Waldstadion oder in der Eissporthalle, ob am Bornheimer Hang oder in der Ballsporthalle, Handball, Fußball, Eishockey und Basketball haben schon viele Meister hervorgebracht und Titel nach Frankfurt geholt. Die Basis des Ganzen ist und bleibt aber der Breitensport. Deshalb setze ich mich für den Ausbau der Sportinfrastruktur ein. Sporthallen sollen saniert und neu gebaut werden, Schwimmbäder erhalten werden, Freiluftsportanlagen in Schuss bleiben.

Nachhaltiges, organisches Wachstum der Stadt Frankfurt

Frankfurt ist eine Großstadt. Frankfurt ist vielleicht die kleinste Metropole der Welt. Aber sie ist trotz ihrer Größe und gerade auch aufgrund ihrer Größe eine Stadt mit Herz. Natürlich soll sich Frankfurt weiterentwickeln und natürlich wird Frankfurt auch wachsen. Aber ich setze mich hier für ein nachhaltiges und organisches Wachstum ein. Der Leitsatz „Innen- vor Außenplanung“ gilt genauso wie die Devise: „Entwicklung statt Planung“, was so viel bedeutet, wie eine natürliche Entwicklung ist immer besser, als eine auf dem Reißbrett geplante Betonplanung.

Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs in die Region

Damit Frankfurt den Zuzug in die Region nicht alleine stemmen muss, ist es unabdingbar mit der Region zusammenzuarbeiten. Viele Menschen leben gerne im sogenannten Frankfurter Speckgürtel. Sie genießen es morgens nach Frankfurt zu pendeln und die pulsierende Metropole zu erleben, freuen sich aber auf ihr Zuhause in der ruhigeren Umgebung. Damit Frankfurt weiter Einpendlern die Möglichkeit gibt, nach Frankfurt zu kommen, muss der ÖPNV in die Region ausgebaut werden. Ringbuslinien und Schnellbuslinien, die die Region mit den S- und U-bahnhöfen in den Frankfurter Randgebieten verbinden, könnten hier schnell helfen. Der Ausbau beispielsweise der Gleise für die S6 von Frankfurt nach Friedberg, die Regionaltangente West oder die Weiterführung der U5 sind wichtige Projekte, von denen nicht nur Frankfurt profitiert.

Schutz des Grüngürtels und Ausbau von Maßnahmen zur Umweltförderung in Frankfurt

Der Grüngürtel bietet Erholung in unmittelbarer Wohn- und Arbeitsplatznähe, deshalb muss er geschützt und sogar noch ausgebaut werden. Wir brauchen in einer Stadt, die verdichtet wird auch Flächen für die Naherholung. Städtische Gebäude und Immobilien der öffentlichen Hand sollten nach Möglichkeit mit Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen ausgestattet werden, um unabhängiger von externer Energie zu sein. Frankfurt muss sich weiter als Vorreiter der Green City Bewegung verstehen.

 

Aus Frankfurt für Frankfurt und immer „Bei de Leud“!